Schwerpunkte

Fans und SozialarbeiterInnen in Kontakt

Jugendliche Fußballfans erwerben eine Offenheit und Bereitschaft zur Kommunikation mit SozialarbeiterInnen des Fanprojekts.
Sie lernen Eigenverantwortung zu übernehmen.

Es werden Kontakte zu den Fußballfans geknüpft und Beziehungen aufgebaut, um als Vertrauenspersonen akzeptiert zu werden.
FanprojektmitarbeiterInnen nehmen teil an der Lebenswelt der Fans durch Präsenz an den Spieltagen und an den regelmäßigen Treffpunkten. Dadurch lernen sie bestehende Regeln, Ordnungen und gruppendynamische Prozesse in der Fußballszene kennen.

  • Regelmäßige Öffnungszeiten der Fanprojekträume
  • Selbstorganisierte Öffnung der Fanprojekträume durch die Fans in Eigenverantwortung
  • Aufsuchen und Begleiten der Fans bei allen Heim- und Auswärtsspielen des KSC

Nicht verzagen - Sozis fragen

Die Jugendlichen entwickeln ein ausgeprägtes Rechtsempfinden.
Sie wenden erlernte Deeskalationsstrategien bei nicht gesellschaftskonformem Verhalten an.
Die Fans treffen eigenverantwortliche Entscheidungen bei privaten und beruflichen Problemlagen.

Die SozialarbeiterInnen kennen die Fußballfanszene und sind dadurch in der Lage spezielle fantypische Situationen einschätzen zu können.
Die Grundprinzipien für eine Vertrauensbasis gegenüber einzelnen Fans, Cliquen und Gruppen sind kritische Parteilichkeit, Loyalität und Anonymität.

  • Vermittlung zwischen Fußballfans und Polizei sowie Ordnungsdienst
  • Beratung von Fußballfans bei privaten und beruflichen Problemen
  • Beratung und Begleitung in eingeleiteten Strafverfahren und Gerichtsverhandlungen

Fanprojekt als Stimme einer Subkultur

Die MitarbeiterInnen des Projekts vertreten eine differenzierte Bewertung und Darstellung des Meinungsbildes der Fans zu aktuellen Themen in der Öffentlichkeit und bei allen beteiligten Institutionen (Verein; Supporters; Polizei). Die Jugendlichen werden unterstützt und befähigt, ihre Interessen zu artikulieren und vertreten.

Die FanprojektmitarbeiterInnen sind die unabhängige Schnittstelle zwischen den Fans und allen am Fußballgeschehen beteiligten Institutionen.
Sie sind InteressensvertreterInnen der Fußballfans in verschiedenen Gremien und in der Öffentlichkeit.

  • Veranstaltungen zu fantypischen Themen
  • Teilnahme an regionalen und überregionalen Konferenzen
  • 3 –Säulengespräche (Fanprojekt, Supporters, Fanbetreuung KSC)

Ressourcen einer Fankultur

Die Jugendlichen finden ihren Platz in ihrer peer-group und in der Gesellschaft.
Bei den Jugendlichen verringert sich das Aggressionspotential und gleichzeitig erhöht sich deren Frustrationstoleranz.

Die Angebote des Fanprojekts basieren auf Freiwilligkeit und sind speziell auf ihre Interessen abgestimmt.
Die Fans werden in Entscheidungsprozesse einbezogen und tragen dadurch Mitverantwortung.
Alle Angebote des Projekts haben den Anspruch gewaltpräventiv zu sein.

  • Unterstützung und Bereitstellung von Ressourcen bei der Gestaltung von Choreografien, Doppelhaltern und Fahnen
  • Teilnahme am jährlichen Fanfinale in Berlin und anderen Fußballturnieren

Der Ball ist rund

Die Fans lernen andere Kulturen und Lebensweisen kennen. Sie entwickeln Toleranz gegenüber Einstellungen, die nicht ihren eigenen entsprechen.
Sie erwerben Verhaltenskompetenzen innerhalb ihrer Gruppe und für ihr alltägliches Leben.

Das vorhandene Vertrauensverhältnis zwischen jugendlichen Fußballfans und den SozialarbeiterInnen wird intensiviert.
Durch gezielte Projekte sollen Fanfreundschaften auf nationaler und internationaler Ebene gepflegt werden.
Die Jugendlichen werden durch spezielle U18-Angebote in einem vom Fanprojekt gestalteten und geschützten Rahmen unterstützt und begleitet.

  • Organisation und Durchführung fußballbezogener Freizeiten in Deutschland und im Ausland
  • Planung und Durchführung von U18-Fahrten (alkohol- und nikotinfreie Auswärtsfahrten für Jugendliche unter 18 Jahren)
  • Planung und Organisation von Fahrten zu Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft im In- und Ausland